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Der deutsche Soldatenfriedhof mit über 30.800 Gefallenen des Zweiten Weltkrieges liegt auf einer Bergkuppe,
40 Kilometer nördlich von Florenz entfernt, unmittelbar am Futa-Pass (952 Meter hoch). Unten auf der Autostraße
fließt der Strom der Touristen nach Süden. Wenn man mit dem Pkw auf der Autostraße von Norden kommt, empfiehlt
es sich, bei der Ausfahrt Pian del Voglio (Nr. 16) die Autobahn zu verlassen. Von hier aus sind es nur noch zehn
Kilometer bis zum Friedhof. Von Süden aus kommend, ist die Ausfahrt Barberino zu wählen.
Die Geländerbeschaffung für einen inmitten des ehemaligen Kampfraumes vorgesehenen Friedhof war seinerzeit sehr
schwierig, bis sich diese beherrschende Höhe anbot. Der Futa-Pass war einer der wichtigsten Stützpunkte der 1944
aufgebauten "Grünen Linie", auch "Gotenlinie" genannt, die den Alliierten den Vormarsch nach
Norden verwehren sollte.
Die meisten der auf diesem Friedhof bestatteten Gefallenen sind Opfer der britischen und amerikanischen Angriffe
Ende August 1944 gegen deutsche Stellungen zwischen Carrara am Ligurischen Meer und dem Raum um Rimini an der
Adria. Nach schweren Abwehrkämpfen brach Ende April 1945 die Apennin-Verteidigung zusammen.
Vom Eingangshof kommt man zu einem Gittertor, hinter dem das Gräberfeld beginnt. Der baulichen Konzeption liegt die
Idee der unendlichen Spirale zugrunde: Eine 2.000 Meter lange Mauer mit einem parallel verlaufenden Fußweg zieht sich
spiralenförmig den Berg hinauf, schließt die Gräber der Gefallenen auf Terrassen ein und endet in einer steil in den
Himmel ragenden Mauerscheibe. Aus der Mauerfläche ragen in größeren Abständen 67 Natursteinkreuze heraus. Die letzte
Spirale der Mauer bildet einen Ehrenhof, unter dem sich die Krypta mit dem Kameradengrab befindet.
Zur Erinnerung an den aufgelösten deutschen Soldatenfriedhof Cervia hat der Volksbund bei der Überführung der
Gefallenen erhalten gebliebene Gedenksteine der Truppe in dem Cervia-Raum neben der Krypta aufgestellt.
Das in Terrassen angeordnete Gräberfeld ist in 72 verschieden große Gräberblöcke gegliedert. 10.000 liegende
Grabzeichen aus grauem Granit für jeweils zwei bis vier Gefallene kennzeichnen die Gräber.
Die Einweihung erfolgte am 28. Juni 1969.
Anfahrt:
Lage: 62 km südlich Bologna an der Staatsstraße Nr. 65, die Bologna mit Florenz verbindet und unmittelbar über
den Friedhof Futa-Paß verläuft (903 m Höhe). Den Friedhof erreicht man auf einer kurzen, nach Westen führenden
Nebenstraße, die unweit des Passes von der Staatsstraße Nr. 65 abzweigt. Von Florenz aus beträgt die Entfernung
auf der gleichen Straße 44 km. Über die Autobahn ist die Ausfahrt RONCOBILACCIO (Nr. 17) am günstigsten.
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