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Leobschütz, Kreisstadt in Oberschlesien, 284m ü. M. an der Zinna (Anm.: polnisch Psina) vor dem Ostrand der Sudeten im fruchtbaren oberschlesischen Lößgebiet, hatte (1939) 13500 deutsche, meist katholische Einwohner, Kreisbehörden, höhere Schulen; (Anm.: heute 12 900 Einwohner) landwirtschaftliche Verarbeitungs-, Baustoff-, Maschinen- Getränke Industrie und Landhandel. Leobschütz, 1107 als slawische Siedlung bezeugt, um 1200 als deutsche Stadt angelegt, gehörte zuerst zu Mähren und kam 1318 an das Herzogtum Troppau, 1377 an das Herzogtum Jägerndorf, 1742 an Preußen. Kirchlich ist es noch Teil des Erzbistums Olmütz. Leobschütz war Mutterstadt und bis 1626 Oberhof der Städte mit Leobschützer Recht. Leobschütz hatte eine barocke Franziskanerkirche mit Gymnasium (18. Jahrhundert). Um den Ring standen Bürgerhäuser (16.- 18.Jahrhundert) mit Laubengängen. Der Rathausturm (1570-79) trug eine durchbrochene Kupferhaube. Erhalten sind die frühgotische Pfarrkirche (im 13. Jahrhundert wurde diese mehrfach umgebaut) und die Mariensäule (1738). |
![]() 1945 kam Leobschütz zu 40% zerstört unter polnische Verwaltung, mit (1968) 10100 polnischen katholischen Einwohnern. 1557 setzte der Wiederaufbau ein. Leobschütz hat Nährmittel- und Malzfabriken und ist Garnisonsstadt. (Anm.: heute Textil- und landwirtschaftliche Industrie) Leobschütz, an der Grenze zwischen Mähren und Schlesien gelegen, erwuchs aus einem älteren mährischen Siedlung und einer 1242 erstmals erwähnten, von König Ottokar I. von Böhmen gegründeten Stadt. In der frühen Neuzeit war das Leobschützer Gebiet mit dem Fürstentum Jägerndorf verbunden. Die Stadt erlangte Bedeutung und Reichtum vor allem durch ihr Textilgewerbe. 1945 wurde sie stark zerstört. |
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| 1542 | waren alle Einwohner in Leobschütz evangelisch. | |
| 1629 | gab es die ersten Behinderungen des Gottesdienstes. | |
| 1650 | nahm man ihnen alle Kirchen weg. | |
| 1674 | waren bereits keine evangelischen Bürger mehr in der Stadt. Viele von ihnen waren ausgewandert. | |
| 1741 | mit den Preußen, wurde die neue ev. Gm. zunächst durch Militärpfarrer versorgt. | |
| 1792 | wurde die Markgraf Georg Gedächtniskirche errichtet. Sie hatte den Krieg überstanden u. wurde aber dann später von den Polen abgerissen. | |